AUSSCHREIBUNG UND ZERSCHLAGUNG OHNE
AUFTRAG UND GEGEN JEDEN WILLEN!
Die Landesregierungen von Berlin und
Brandenburg lässt ab heute, ohne Auftrag der Bürgerinnen und
Bürger, gegen den Willen der S-Bahn Beschäftigten und Fahrgästen, sowie entgegen
ihrer eigenen parteipolitischen Beschlüsse, über ihren VBB
(Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) die Berliner S-Bahn ausschreiben
und zerschlagen!
Nun wolen
die Berliner und Brandenburger Landesregierungen entgegen jedem
fachlichen und sozialen Sachverstand die Zerschlagung der Berliner
S-Bahn und die Zerschlagung von mehr als 3000 Arbeitsplätzen bei der
S-Bahn Berlin GmbH vollstrecken. Aus einem einst aus einer Hand
modernen und funktionierenden Nahverkehrssystem soll nun im
politischen Auftrag ein betrieblich nicht funktionierender
Flickenteppich im Berliner Schienenpersonennahverkehr entstehen.
Die heute vom VBB im EU-Amtsblatt eingereichte Ausschreibung soll die Linien S41 und S42 (Ringbahn), die S46
(Hauptbahnhof - Westend - Königs Wusterhausen), die S47 (Spindlersfeld -
Südkreuz) und die S8 (Hohen Neuendorf - Königs Wusterhausen) betreffen.
Für die
Ausschreibung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn durch die SPD
geführten Landesregierungen in Berlin und Brandenburg werden nun
Kosten von mindestens 10 Millionen Euro erwartet. Allein die
Unternehmen die sich an dieser Ausschreibung beteiligen, werden nicht
nur durch die dafür eingeschalteten Rechtsabteilungen bis zu 5
Millionen Euro investieren. Der landeseigene VBB selbst braucht für
diese Ausschreibung mindestens 1 Million Euro an Steuergelder der Berliner und Brandenburger Bevölkerung. Geld
was für die volle Wiederherstellung der Berliner S-Bahn wesentlich sinnvoller eingesetzt wäre und dafür dringend gebraucht
wird.
Der
„Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ ruft daher nun alle von dieser und
jeder anderen Art der Ausschreibung und Zerschlagung betroffenen
Beschäftigten, Fahrgäste und Unterstützer zum gemeinsamen aktiven
und kreativen Widerstand gegen die Ausschreibung und Zerschlagung unserer Interessen und Arbeitsplätze auf, da die Unterschriftensammlung des S-Bahn-Tisches und die der
S-Bahner/innen scheinbar die Politik nicht berührt.
So werden die
S-Bahner/innen in der von ihrem Betriebsrat verpflichtend
und unverzüglich umzusetzenden Gesamtbetriebsversammlung während ihrer Arbeitszeit,
auch über eine kämpferische Reaktion auf diese politische
Provokation gegenüber den S-Bahner/innen und Bürger/innen in Berlin
und Brandenburg beraten.